Das Saarland ist ein Bundesland im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland. Angrenzend liegen das Bundesland Rheinland-Pfalz sowie die Staaten Frankreich und Luxemburg. Zusammen mit der französischen Region Lothringen (Lorraine), dem Großherzogtum Luxemburg, dem Bundesland Rheinland-Pfalz und der belgischen Region Wallonien bildet das Saarland die Großregion Saar-Lor-Lux.
Als politische Einheit wurde das Saarland (damals Saarbeckengebiet) 1920 in Folge des Versailler Vertrags gebildet. Nachdem es fünfzehn Jahre lang dem Völkerbund unterstellt war, kehrte es 1935 ins Deutsche Reich zurück. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es französisches Protektorat, bis es schließlich 1957 der Bundesrepublik beitrat.
Das Saarland ist eine historisch sehr junge politische Einheit, es wurde 1920 aus vormals preußischen und bayerischen Gebieten gebildet. Im 19. Jahrhundert hatten außerdem die Fürstentümer Oldenburg und Sachsen-Coburg-Gotha kleine Anteile an Gebieten, die heute zum Saarland gehören. In der Zeit vor der Französischen Revolution glich die Region einem Flickenteppich, die vier bedeutendsten Herrschaften im Gebiet des heutigen Landes waren die Grafschaft Saarbrücken, das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken, das Kurfürstentum Trier und das Herzogtum Lothringen.
Die ehemaligen, vor 1815 teilweise selbständigen Territorien, die auf dem Gebiet des heutigen Saarlandes existierten, waren in der Vergangenheit meist deutsch, standen aber immer wieder zeitweise unter französischem Einfluss, insbesondere im späten 17. Jahrhundert während der französischen Reunionen sowie im Zeitraum zwischen der Französischen Revolution und dem Zweiten Pariser Frieden.